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	<title>kanzlei bell.helm.partnerInnen - Arbeitsrechtler in München &#187; Einigungsstelle</title>
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	<description>Menschenrechte im Betrieb</description>
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		<title>Beschwerdestelle nach AGG und Mitbestimmung des Betriebsrats</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 14:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kanzlei BHP</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsrecht aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Urteile]]></category>
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		<description><![CDATA[Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 21. Juli 2009 &#8211; 1 ABR 42/08 &#8220;Beschwerdestelle nach AGG und Mitbestimmung des Betriebsrats Der Betriebsrat hat mitzubestimmen bei der Einf&#252;hrung und Ausgestaltung des Verfahrens, in dem Arbeitnehmer ihr Beschwerderecht nach dem AGG wahrnehmen k&#246;nnen. Gem&#228;&#223; § 13 Abs. 1 Satz 1 AGG haben die Besch&#228;ftigten das Recht, sich bei den zust&#228;ndigen [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://www.kanzlei-bhp.de/beschwerdestelle-agg-mitbestimmung-betriebsrat/' addthis:title='Beschwerdestelle nach AGG und Mitbestimmung des Betriebsrats' ><a class="addthis_button_print"></a><a class="addthis_button_email"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 21. Juli 2009 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1 ABR 42/08" target="_blank" title="BAG, 21.07.2009 - 1 ABR 42/08">1 ABR 42/08</a></p>
<blockquote><p>&#8220;Beschwerdestelle nach AGG und Mitbestimmung des Betriebsrats</p>
<p>Der Betriebsrat hat mitzubestimmen bei der Einf&#252;hrung und Ausgestaltung des Verfahrens, in dem Arbeitnehmer ihr Beschwerderecht nach dem AGG wahrnehmen k&#246;nnen. Gem&#228;&#223; <a href="http://dejure.org/gesetze/AGG/13.html" target="_blank" title="&sect; 13 AGG: Beschwerderecht">§ 13 Abs. 1 Satz 1 AGG</a> haben die Besch&#228;ftigten das Recht, sich bei den zust&#228;ndigen Stellen des Betriebs oder des Unternehmens zu beschweren, wenn sie sich aus einem der im AGG genannten Gr&#252;nde &#8211; zB. wegen ihres Geschlechts, ihrer Religion oder ihres Alters &#8211; benachteiligt f&#252;hlen. Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/AGG/12.html" target="_blank" title="&sect; 12 AGG: Ma&szlig;nahmen und Pflichten des Arbeitgebers">§ 12 Abs. 5 AGG</a> muss der Arbeitgeber die hierf&#252;r zust&#228;ndige Stelle im Betrieb bekannt machen. Die Beachtung eines bestimmten Verfahrens, um sich zu beschweren, ist nicht vorgeschrieben. Seine Einf&#252;hrung und Ausgestaltung unterf&#228;llt nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BetrVG/87.html" target="_blank" title="&sect; 87 BetrVG: Mitbestimmungsrechte">§ 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG</a> der Mitbestimmung des Betriebsrats. Der Betriebsrat kann zu diesem Zweck selbst initiativ werden und ein Beschwerdeverfahren &#252;ber die Einigungsstelle durchsetzen. Dagegen hat er kein Mitbestimmungsrecht bei der Frage, wo der Arbeitgeber die Beschwerdestelle errichtet und wie er diese personell besetzt. Hierbei handelt es sich um mitbestimmungsfreie organisatorische Entscheidungen. Errichtet der Arbeitgeber eine &#252;berbetriebliche Beschwerdestelle, steht das Mitbestimmungsrecht beim Beschwerdeverfahren nicht dem &#246;rtlichen Betriebsrat, sondern dem Gesamtbetriebsrat zu.</p>
<p>Der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts wies daher den Antrag eines Betriebsrats ab, mit dem dieser ein Mitbestimmungsrecht hinsichtlich des Ortes der Errichtung und der personellen Besetzung der Beschwerdestelle geltend machte. Der auf Feststellung eines Initiativrechts zur Einf&#252;hrung eines Beschwerdeverfahrens gerichtete Antrag hatte im Ergebnis ebenfalls keinen Erfolg. Die Arbeitgeberin hatte eine &#252;berbetriebliche Beschwerdestelle eingerichtet. Das Mitbestimmungsrecht steht deshalb dem Gesamtbetriebsrat zu.&#8221; (Pressemitteilung BAG)</p></blockquote>
<p>Selbstverst&#228;ndlich jedoch hat der Betriebsrat M&#246;glichkeiten, eine Einigungsstelle nach einer Beschwerde gem. §§ <a href="http://dejure.org/gesetze/BetrVG/84.html" target="_blank" title="&sect; 84 BetrVG: Beschwerderecht">84</a>, <a href="http://dejure.org/gesetze/BetrVG/85.html" target="_blank" title="&sect; 85 BetrVG: Behandlung von Beschwerden durch den Betriebsrat">85 BetrVG</a> anzurufen und gegebenenfalls gerichtlich einsetzen zu lassen:</p>
<p>&#8220;<em>Eine Einigungsstelle ist nicht offensichtlich unzust&#228;ndig, wenn sie  wegen einer Arbeitnehmerbeschwerde, die den Vorwurf des Mobbings  enth&#228;lt, angerufen wird.</em>&#8221; LAG Hamm vom 05.10.2009 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=10 TaBV 63/09" target="_blank" title="LAG Hamm, 05.10.2009 - 10 TaBV 63/09">10 TaBV 63/09</a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://www.kanzlei-bhp.de/beschwerdestelle-agg-mitbestimmung-betriebsrat/' addthis:title='Beschwerdestelle nach AGG und Mitbestimmung des Betriebsrats' ><a class="addthis_button_print"></a><a class="addthis_button_email"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>LAG Berlin-Brandenburg zu Schlecker XL GmbH</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 18:21:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kanzlei BHP</dc:creator>
				<category><![CDATA[Urteile]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsänderung]]></category>
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		<category><![CDATA[§ 98 ArbGG]]></category>

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		<description><![CDATA[LAG Berlin-Brandenburg vom 19.08.2009, 26 TaBV 1185/09 Leitsatz &#8220;1. F&#252;r die Frage, ob die Einigungsstelle offensichtlich unzust&#228;ndig ist, ist auf den Sachverhalt abzustellen, wie er sich zum Zeitpunkt der Anh&#246;rung bzw. Entscheidung darstellt (ArbGG/Koch § 98 Rn. 17). Soweit eine Betriebs&#228;nderung bereits durchgef&#252;hrt ist, kommt die Einsetzung einer Einigungsstelle hinsichtlich eines Interessenausgleichs nicht mehr in [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://www.kanzlei-bhp.de/lag-berlin-brandenburg-zu-schlecker-xl-gmbh/' addthis:title='LAG Berlin-Brandenburg zu Schlecker XL GmbH' ><a class="addthis_button_print"></a><a class="addthis_button_email"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>LAG Berlin-Brandenburg vom 19.08.2009, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=26 TaBV 1185/09" target="_blank" title="LAG Berlin-Brandenburg, 19.08.2009 - 26 TaBV 1185/09">26 TaBV 1185/09</a></p>
<p>Leitsatz</p>
<blockquote><p>&#8220;1. F&#252;r die Frage, ob die Einigungsstelle offensichtlich unzust&#228;ndig ist, ist auf den Sachverhalt abzustellen, wie er sich zum Zeitpunkt der Anh&#246;rung bzw. Entscheidung darstellt (ArbGG/Koch § 98 Rn. 17). Soweit eine Betriebs&#228;nderung bereits durchgef&#252;hrt ist, kommt die Einsetzung einer Einigungsstelle hinsichtlich eines Interessenausgleichs nicht mehr in Betracht. Ist zu vermuten, dass den Ma&#223;nahmen ein einheitliches Konzept zugrunde liegt und dass sie noch nicht abgeschlossen sind, kommt ein Interessenausgleich f&#252;r alle nicht auszuschlie&#223;enden k&#252;nftigen Teilma&#223;nahmen (hier: weitere Filialschlie&#223;ungen) in Betracht.</p>
<p>2. Das Vorliegen eines einheitlichen Konzepts wird jedenfalls vermutet, wenn in kurzer zeitlicher Abfolge zehn Prozent der Filialen einer bestimmten Gr&#246;&#223;enordnung eines Betriebs geschlossen werden und solange der Arbeitgeber nicht anhand konkreter Planungsunterlagen bzw. der Benennung der Entscheidungstr&#228;ger belegt, wann durch wen welche Entscheidungen getroffen worden sind. Von dem Vermutungstatbestand werden auch alle k&#252;nftigen Ma&#223;nahmen erfasst, die in das Schlie&#223;ungsschema passen.</p>
<p>3. F&#252;r die Beantwortung der Frage, ob eine relevante Betriebseinschr&#228;nkung vorliegt, von der erhebliche Teile der Belegschaft betroffen sind, ist dann nicht nur auf bereits durchgef&#252;hrte Ma&#223;nahmenteile, sondern auch auf eine von diesem Vermutungstatbestand erfasste m&#246;gliche und nicht ganz fern liegende weitere Entwicklung abzustellen. Eine zeitliche Grenze ist anzunehmen, wenn und soweit sich eine solche aus dem Inhalt des vermuteten Konzepts selbst bzw. einem entsprechenden Vortrag des Betriebsrats ergibt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Firma Schlecker muss also entgegen ihren Pl&#228;nen doch an einer so genannten Einigungsstelle teilnehmen, um einen Interessenausgleich- und Sozialplan mit dem Betriebsrat zu verhandeln. Dieser soll die Nachteile der betroffenen ArbeitnehmerInnen von der Schlie&#223;ung der Schlecker Filialen aufgrund der Er&#246;ffnung der Schlecker XL- Filialen abmildern, d.h. in aller Regel Abfindungszahlungen oder Weiterbesch&#228;ftigungsm&#246;glichkeiten vorsehen. Das Konzept der arbeitgeberseitigen Strategen, m&#246;glichst ger&#228;uschlos und billig um Sinne von &#8220;abfindungsfrei&#8221; die &#8220;Optimierung&#8221; des Konzerns zu gestalten geht also nicht ganz auf. Dem Beschluss kann man recht sch&#246;n die Strategie der Firma entnehmen, selbst Offensichtliches zu leugnen und nicht nur die Besch&#228;ftigten an der Nase herumzuf&#252;hren.</p>
<p><em>Merke:</em> XL kann schnell zu XS werden.</p>
<p><a href="http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/?quelle=jlink&amp;docid=JURE090045534&amp;psml=sammlung.psml&amp;max=true&amp;bs=10" target="_blank">Den Beschluss im Volltext finden Sie &gt;&gt;hier.&lt;&lt;</a></p>
<p><a href="http://www.google.de/search?source=ig&amp;hl=de&amp;rlz=&amp;=&amp;q=schlecker+xl&amp;btnG=Google-Suche&amp;meta=lr%3D&amp;aq=f&amp;oq=" target="_blank">Informationen zu Schlecker XL finden Sie &gt;&gt;hier&lt;&lt;. </a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://www.kanzlei-bhp.de/lag-berlin-brandenburg-zu-schlecker-xl-gmbh/' addthis:title='LAG Berlin-Brandenburg zu Schlecker XL GmbH' ><a class="addthis_button_print"></a><a class="addthis_button_email"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Mittelbayerische: &#8220;Richter-R&#252;ffel f&#252;r Schlecker: Zu viele falsche Angaben&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 07:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kanzlei BHP</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsrecht aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[§ 98 ArbGG]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Mittelbayerischen, Region Cham vom 18.09.2009 Richter-R&#252;ffel f&#252;r Schlecker: Zu viele falsche Angaben Richter verteilt R&#252;ge f&#252;r Firmenvertreter und bef&#252;rwortet Sozialplan f&#252;r die gek&#252;ndigten Mitarbeiter. CHAM. Von Christoph Kl&#246;ckner Eine Niederlage hat am Donnerstag die Firma Schlecker in einem Arbeitsgerichtsverfahren in Cham einstecken m&#252;ssen. Nicht nur, dass die Firma nun einen Sozialplan f&#252;r gek&#252;ndigte [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://www.kanzlei-bhp.de/mittelbayerische-richter-ruffel-fur-schlecker-zu-viele-falsche-angaben/' addthis:title='Mittelbayerische: &#8220;Richter-R&#252;ffel f&#252;r Schlecker: Zu viele falsche Angaben&#8221;' ><a class="addthis_button_print"></a><a class="addthis_button_email"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Mittelbayerischen, Region Cham vom 18.09.2009</p>
<blockquote><p><strong>Richter-R&#252;ffel f&#252;r Schlecker: Zu viele falsche Angaben<br />
Richter verteilt R&#252;ge f&#252;r Firmenvertreter und bef&#252;rwortet Sozialplan f&#252;r die gek&#252;ndigten Mitarbeiter.</strong></p>
<p>CHAM. Von Christoph Kl&#246;ckner</p>
<p>Eine Niederlage hat am Donnerstag die Firma Schlecker in einem Arbeitsgerichtsverfahren in Cham einstecken m&#252;ssen. Nicht nur, dass die Firma nun einen Sozialplan f&#252;r gek&#252;ndigte oder versetzte Mitarbeiter auf den Weg bringen muss, auch fand der Vorsitzende Richter klare Worte f&#252;r das Vorgehen des Konzerns. Er k&#246;nne nicht verstehen, „wie lax hier Dinge in den Raum gestellt werden“, so Richter Veit Zitzmann. Man sei auch vor dem Arbeitsgericht der Wahrheit verpflichtet, ermahnte Zitzmann die beiden Schlecker-Vertreterinnen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=1441&amp;pk=458408" target="_blank">Zum Volltext &gt;&gt;hier&lt;&lt;</a></p>
<p>Anmerkung</p>
<p>Es handelte sich hier um ein Verfahren nach <a href="http://dejure.org/gesetze/ArbGG/98.html" target="_blank" title="&sect; 98 ArbGG: Entscheidung &uuml;ber die Besetzung der Einigungsstelle">§ 98 ArbGG</a> zur Einsetzung einer Einigungsstelle wegen einer Betriebs&#228;nderung (hier die Stillegung von Filialen und Entlassung von Mitarbeitern im Zusammenhang mit der Neuer&#246;ffnung von Schlecker XL &#8211; Filialen). Mehr folgt, sobald die Entscheidung des Gerichts rechtskr&#228;ftig ist.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://www.kanzlei-bhp.de/mittelbayerische-richter-ruffel-fur-schlecker-zu-viele-falsche-angaben/' addthis:title='Mittelbayerische: &#8220;Richter-R&#252;ffel f&#252;r Schlecker: Zu viele falsche Angaben&#8221;' ><a class="addthis_button_print"></a><a class="addthis_button_email"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>ArbG M&#252;nchen: Einigungsstelle kann bei Ersuchen der Vermittlung durch die Bundesagentur f&#252;r Arbeit erst nach erfolglosem Vermittlungsversuch angerufen werden, § 112 Abs. 2 S. 2 BetrVG.</title>
		<link>http://www.kanzlei-bhp.de/arbg-munchen-einigungsstelle-kann-bei-ersuchen-der-vermittlung-durch-die-bundesagentur-fur-arbeit-erst-nach-erfolglosem-vermittlungsversuch-angerufen-werden/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 17:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kanzlei BHP</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsrecht aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Urteile]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 98 ArbGG]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsänderung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesagentur für Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[RL 2002/14 EG]]></category>

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		<description><![CDATA[ArbG M&#252;nchen, Beschluss vom 02.04.2009, Az. 30 BV 81/09, rechtskr&#228;ftig I. Zur Vorsitzenden einer Einigungsstelle mit dem Regelungsgegenstand &#8220;Abschluss &#252;ber einen Interessenausgleich und Sozialplan &#252;ber den beabsichtigen Umzug des Bereichs XY vom Standort M zum Standort U (betriebs&#228;ndernde Ma&#223;nahme, Anm. d Verf.)&#8221; wird nach ergebnislosem Vermittlungsversuch vor dem Vorstand der Bundesagentur f&#252;r Arbeit Frau RiArbG [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://www.kanzlei-bhp.de/arbg-munchen-einigungsstelle-kann-bei-ersuchen-der-vermittlung-durch-die-bundesagentur-fur-arbeit-erst-nach-erfolglosem-vermittlungsversuch-angerufen-werden/' addthis:title='ArbG M&#252;nchen: Einigungsstelle kann bei Ersuchen der Vermittlung durch die Bundesagentur f&#252;r Arbeit erst nach erfolglosem Vermittlungsversuch angerufen werden, § 112 Abs. 2 S. 2 BetrVG.' ><a class="addthis_button_print"></a><a class="addthis_button_email"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ArbG M&#252;nchen, Beschluss vom 02.04.2009, Az. <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=30 BV 81/09" target="_blank" title="ArbG M&uuml;nchen, 02.04.2009 - 30 BV 81/09">30 BV 81/09</a>, rechtskr&#228;ftig</p>
<blockquote><p>I. Zur Vorsitzenden einer Einigungsstelle mit dem Regelungsgegenstand &#8220;Abschluss &#252;ber einen Interessenausgleich und Sozialplan &#252;ber den beabsichtigen Umzug des Bereichs XY vom Standort M zum Standort U <em>(betriebs&#228;ndernde Ma&#223;nahme, Anm. d Verf.)</em>&#8221; wird nach ergebnislosem Vermittlungsversuch vor dem Vorstand der Bundesagentur f&#252;r Arbeit Frau RiArbG H bestellt.</p>
<p>II. Die Anzahl der Beisitzer pro Seite wird auf 4 bestimmt.</p>
<p>III. Im &#220;brigen werden die Antr&#228;ge zur&#252;ckgewiesen.</p></blockquote>
<p>Der Arbeitgeber wollte die Einigungsstelle gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/ArbGG/98.html" target="_blank" title="&sect; 98 ArbGG: Entscheidung &uuml;ber die Besetzung der Einigungsstelle">§ 98 ArbGG</a> einsetzen lassen. Vorher hatte er nach Auffassung des Betriebsrats jedoch nicht ausreichend verhandelt &#252;ber den Abschluss eines Interessenausgleichs und Sozialplans gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/BetrVG/111.html" target="_blank" title="&sect; 111 BetrVG: Betriebs&auml;nderungen">§§ 111 ff. BetrVG</a>. Der Betriebsrat hat daraufhin die Bundesagentur f&#252;r Arbeit gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/BetrVG/112.html" target="_blank" title="&sect; 112 BetrVG: Interessenausgleich &uuml;ber die Betriebs&auml;nderung, Sozialplan">§ 112 Abs. 2 S. 2 BetrVG</a> um Vermittlung ersucht. Er war der Auffassung, dass solange diese Vermittlung erfolgt, die Einigungsstelle nicht angerufen werden k&#246;nne, also subsidi&#228;r ist.</p>
<p>Das Arbeitsgericht M&#252;nchen ist dem gefolgt. Der Arbeitgeber hatte seinen urspr&#252;nglichen Antrag in der Verhandlung durch den Passus &#8220;nach ergebnislosem Vermittlungsversuch vor dem Vorstand der Bundesagentur f&#252;r Arbeit&#8221; erg&#228;nzt und diesen Antrag hilfsweise zu seinem urspr&#252;nglichen Antrag gestellt. Der urspr&#252;ngliche Antrag allein auf die Einrichtung der Einigungsstelle wurde zur&#252;ckgewiesen, nur dem Hilfsantrag (&#8220;nach erfolgloser Vermittlung&#8221;) wurde stattgegeben.</p>
<p>Das Arbeitsgericht hat seine Auffassung nach dem Wortlaut des Gesetzes begr&#252;ndet. Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BetrVG/112.html" target="_blank" title="&sect; 112 BetrVG: Interessenausgleich &uuml;ber die Betriebs&auml;nderung, Sozialplan">§ 112 Abs. 2 S. 2 BetrVG</a> kann die Einigungsstelle eben erst dann angerufen werden, wenn (die &#252;brigen Bedingungen vorausgesetzt) entweder kein Vermittlungsersuchen an die Bundesagentur erfolgt ist, oder diese erfolglos war.</p>
<p>Nach hiesiger Auffassung musste die Entscheidung &#8211; zumindest was die Vorschaltung der Agentur f&#252;r Arbeit angeht &#8211; auch nach europ&#228;ischem Recht so ergehen.</p>
<p>Die Richtlinie 2002/14 EG sieht in ihrem Artikel 4 eine Konsultationspflicht des Arbeitgebers bez&#252;glich Betriebs&#228;nderungen vor. Artikel 8 der Richtlinie bestimmt in Absatz 1 Satz 2, dass die Mitgliedsstaaten daf&#252;r Sorge tragen m&#252;ssen, dass es geeignete Verwaltungs- und Gerichtsverfahren gibt, mit deren Hilfe die Erf&#252;llung der sich aus dieser Richtlinie (siehe insb. Artikel 4 der Richtlinie) ergebenden Verpflichtung durchgesetzt werden kann. Dies bedeutet auf den hiesigen Fall &#252;bertragen, dass eben der Mitgliedsstaat und hier das Arbeitsgericht M&#252;nchen daf&#252;r Sorge tragen muss, dass es mit der Einschaltung der Bundesagentur f&#252;r Arbeit ein geeignetes Verwaltungsverfahren gibt, die Konsultationsrechte des Betriebsrats zu erf&#252;llen. Zu Erf&#252;llen hei&#223;t in diesem Zusammenhang, dass noch keine Fakten geschaffen werden d&#252;rfen und der Betriebsrat dann erst im Nachgang in irgendeiner Weise informiert wird, sondern dass vor Umsetzung der betriebs&#228;ndernden Ma&#223;nahmen unter anderem eben auch ein Verwaltungsverfahren, hier das Ersuchen der Vermittlung durch die Bundesagentur f&#252;r Arbeit, stattfinden muss, damit die Rechte des Betriebsrats aus der Konsultationsrichtlinie in Verbindung mit dem Betriebsverfassungsgesetz bei Betriebs&#228;nderungen noch erf&#252;llt werden k&#246;nnen.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style" addthis:url='http://www.kanzlei-bhp.de/arbg-munchen-einigungsstelle-kann-bei-ersuchen-der-vermittlung-durch-die-bundesagentur-fur-arbeit-erst-nach-erfolglosem-vermittlungsversuch-angerufen-werden/' addthis:title='ArbG M&#252;nchen: Einigungsstelle kann bei Ersuchen der Vermittlung durch die Bundesagentur f&#252;r Arbeit erst nach erfolglosem Vermittlungsversuch angerufen werden, § 112 Abs. 2 S. 2 BetrVG.' ><a class="addthis_button_print"></a><a class="addthis_button_email"></a><a class="addthis_button_preferred_1"></a><a class="addthis_button_preferred_2"></a><a class="addthis_button_preferred_3"></a><a class="addthis_button_compact"></a></div>]]></content:encoded>
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